Willkommen in RuReg, der akustischen Datenbank russischer Regionalsprache! Seit 1991 führen wir1 Expeditionen in verschiedene Regionen Russlands durch um – in Form von Aufzeichnungen unserer Gespräche – ein lebendiges Bild von der sprachlichen, sozialen und kulturellen Situation zu gewinnen. RuReg macht es möglich, diese Reisen, Begegnungen und Gespräche mitzuerleben und auch für wissenschaftliche Zwecke zu nutzen.

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Markiert mit roten Punkten sind die Ausgangspunkte unserer Expeditionen.
Dank an Herrn Vadim Krutov (Verlag INT, Moskau) für diese Karte!

Wie erreicht eine Tonaufnahme Ihr Ohr? Zum Hören (siehe Instruktionen ) führen zwei Wege: a) für alle an Russland Interessierten, auch ohne Russischkenntnisse, und b) für wissenschaftliche Zielsetzungen:

a) vom Reiter RuReg-Expeditionen zum Sprachbeispiel. Unterwegs erfährt man etwas über die Planung, die Motivation und über den Reiseweg. Man erhält Einblicke in die Geschichte der Region und ihre Bewohner. Endlich, als Höhepunkt dieses Weges, hört man Sprachbeispiele und bekommt Anregungen, sich weiter mit dieser und mit anderen Regionen Russlands und ihrer Sprache zu beschäftigen.

b) über den Reiter Datenbank RuReg direkt zu einer der Aufnahmen (siehe Datenstruktur ), die man Track für Track „durchblättern“ kann. Dabei können bestimmte Suchstrategien eingesetzt und die Ergebnisse online gehört und abgerufen werden, wobei zwei neu entwickelte Techniken helfen: (1) Annotationen nach thematischen, textuellen, sprachlichen, situativen, stimmlichen sowie sozialen Kriterien2 ; und (2) eine vom Nutzer am Oszillogramm bestimmbare Wahl der zu hörenden Lautausschnitte. Diese können heruntergeladen werden, sie können mit einem Code versehen werden, so dass sie jederzeit anhand dieses Codes wiederauffindbar und damit zitierbar sind3 . Dies ist auch die Technik, die in RuReg-Expeditionen/Sprache zum Einsatz kommt.

Der Aufbau des Expeditionsteils und der Datenbank erfolgt an der Ruhr Universität Bochum, der Hochschule Bochum, der Staatsbibliothek zu Berlin, der University of Sarrey und der VGGU (Vjatka Staatsuniversität für Geisteswissenschaften) Kirov, mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, GZ: SA -214 bis 216.

Wir danken allen unseren russischen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern. Sie geben uns großzügigen Einblick in ihr Leben und das Leben ihrer Region und setzen dabei ihre ganze Beredsamkeit ein, um ein lebendiges Menschenbild in uns wachzurufen. Wir geben diesen Besitz gerne weiter!

1 Christian Sappok, Projektleiter
Leonid L. Kasatkin, Rozalija F. Kasatkina (Moskau)
Lena N. Moškina, Vera Podrušnjak (Kirov)
Aleksandr Krasovitsky (Sarrey und Oxford), Ludger Paschen (Leipzig)
Marion Krause (Hamburg), Margje Post, David Pineda (Bergen)
2 entwickelt am Seminar für Slavistik/Lotman Institut, Ch. Sappok
und Lehrstuhl Tanja Anstatt, Ruhr Universität Bochum.
3 entwickelt im Laboratorium für Datenbanken, Katrin Brabender,
Andreas Koch, Nadja Kühl, Hochschule Bochum


Von links: R.F. Kasatkina, eine Dialektsprecherin aus Leka,
Ch. Sappok, L.L. Kasatkin (Aufnahme von C. Odé 1991).